Sumpfboot hilft künftig auf vereisten Seen

Veröffentlicht am 23.07.2018
Das Boot wurde von Inge Köhler auf den Namen "Peter" in Anlehnung an einen der drei Gmünder Ortsteile getauft
Das neue Boot „Peter“
Die charakteristischen Propeller mit dem Luftleitwerk

Wenn jemand hunderte Meter vom Ufer entfernt im Eis einbricht, benötigen die ehrenamtlichen Helfer ein Mittel, um schnell und gleichzeitig gefahrlos zur Unfallstelle zu kommen.


Die Kreiswasserwacht Südfranken hat hierfür ein spezielles Rettungsmittel erworben: Ein Luftschraubengleitboot. Der Vorteil dieser Konstruktionsweise ist, dass das Boot auf dem Eis direkt bis zum Eisloch fahren kann da der Rumpf mit Teflon beschichtet ist und der Antrieb über einen großen Propeller erfolgt. Man kennt das Prinzip als „Sumpfboot“. Dadurch erreichen die Retter die Unfallstelle schneller und Taucher müssen ihre Ausrüstung nicht erst gefahrvoll dorthin schleppen. Weil das Boot kaum Tiefgang hat und so über Hindernisse gleitet, ist es auch bei Hochwasser und damit unbekannter Wassertiefe bzw. Treibgut im Wasser gut einsetzbar.


Helmut Köhler ging in seinen Worten auch auf die ungewöhnlichen Eigenschaften des Bootes ein. Bauartbedingt kann es nur vorwärts fahren, so dass der Einsatz mit dem neuen Rettungsmittel geübt werden muss. Er dankte den Zweckverbänden Rothsee bzw. Brombachsee für die hierfür erteilten Genehmigungen.


Landtagsabgeordneter Volker Bauer dankte den Ehrenamtlichen Helfern für Ihren unermüdlichen Einsatz gerade im Seengebiet. Er erinnerte daran, dass der bayerische Landtag viel in Hochwasserschutz investiert; dennoch ist das ehrenamtliche Engagement sehr wichtig. Er überbrachte auch die Grüße von Ministerpräsident Dr. Markus Söder, der als Mitglied der Wasserwacht Georgensgmünd im örtlichen Hallenbad das Rettungsschwimmabzeichen absolvierte.  Der erste stellvertretende Vorsitzende des BRK Kreisverbandes Südfranken, Ernst Hofer, blickte in seiner Rede auf den Eiseinsatz im vergangenen Winter zurück, als ein solches Rettungsmittel die eingesetzten Helfer sicher gut unterstützt hätte. Bürgermeister Ben Schwarz freute sich für die Wasserwacht der Gemeinde, das ihr Engagement mit wertvollem Material belohnt wird.


In einer Feierstunde erfolgte die Segnung durch die Geistlichen beider Kirchen, Pfarrkurat Vogt und Pfarrer Kraus. Die Taufe auf den Namen „Peter“ erfolgte durch Inge Köhler.


Das Boot wurde anschließend an Manfred Ziegler, den Leiter der Wasserwacht Georgensgmünd übergeben. Ziegler ging auch auf die Namensfindung für das Boot ein: Neben dem am großen Brombachsee stationierten Boot „Georg“ und dem Schnelleinsatzboot „Friedrich“ symbolisiert nun auch „Peter“ eines der drei Hauptortsteile der Rezatgemeinde.  Am zentralen Standort im Seenland ergänzt das Luftschraubengleitboot auch die in Georgensgmünd bereits vorhandene Sonargruppe mit Unterwasserkamera.


Die Aktiven der G´münder Wasserwacht werden die Zeit nutzen, um sich bis zum Wintereinbruch mit dem neuen Boot vertraut zu machen und rechtzeitig einsatzklar zu sein.

Text / Fotos: Manfred Ziegler

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